Newsletter (29.01.2017)

Liebe Freund*innen des Flurstücks 277 – Crashareal von morgen,

2017 wird entscheidend für die weitere Zukunft des Flurstücks 277. Wir
werden das neue Jahr nutzen um die Diskussion um Pläne und Alternativen
offen und transparent zu führen. Mit diesem Newsletter möchten wir Ihnen
einen Rückblick, den aktuellen Zwischenstand und einen Ausblick auf die
kommenden Aktivitäten geben.

** RÜCKBLICK **
Im Januar 2016 luden wir zum ersten Zukunftsworkshop ‚Crash von unten‘
für eine alternative Gestaltung des Areals Schnewlinstr. 7 ein. Seitdem
ist viel um das Flurstück 277 geschehen. Aus dem Workshop entwickelte
sich breites Interesse an einem Kontrapunkt zur bisherigen Bebauung in
der Schnewlinstraße und an Fragen einer Stadt- und Quartiersplanung von
unten.

Mit der PlanBude aus Hamburg (http://planbude.de), die für basisbezogene
Planungsprozesse neue und viel beachtete Massstäbe gesetzt hat,
diskutierten wir im Februar 2016 Ansätze und Möglichkeiten einer
Stadtplanung, die von der Bevölkerung im Quartier ausgeht.

Eine entsprechende Erhebung für das Grün folgte in der ersten
Jahreshälfte 2016. Den Abschluss bildete die Präsentation und Bewertung
der Vorschläge im Rahmen eines Info-Fests im Juli 2016.

In der zweiten Jahreshälfte 2016 arbeitete unsere Architekturgruppe an
der Überführung der erhobenen Vorschläge und Wünsche in die konkretere Pläne.
Unsere Architekten Hubert Burdenski und Max Munkel von A B M P
(http://www.abmp-architekten.de) fertigten daraus Modelle, die schließlich
im November 2016 vor- und zur Diskussion gestellt wurden.

** ZWISCHENSTAND **
Im Ergebnis stehen wir Anfang 2017 an dem Punkt, einen konkreten
Vorschlag zur Neubebauung des Flurstücks 277 im Einklang mit den
Bewohner*innen und Nutzer*innen des umliegenden Viertels präsentieren zu
können:

Der Musikclub Crash im Keller mit Zugang von der Schnewlinstraße soll,
wie in allen bisherigen Szenarien auch, erhalten bleiben. Die Räume mit
einer Fläche von ca. 515 m² werden also weiter genutzt wie bisher. Im
Erdgeschoss planen wir eine multifunktionale Halle mit ca. 620 m².
Diese Halle wird sehr hoch, denn sie muss mit hohen Trägern überspannt
werden, so dass darüber dreiweitere Geschosse gebaut werden können.
Die Halle soll möglichst flexibel genutzt werden und unterschiedlichsten
Zwecken, vom Ausstellungsraum bis zum Tanzcafé dienen. Im hinteren Bereich,
Richtung Osten, soll ein zweigeschossiger Neubau mit Gewerbeflächen (ca. 195 m²)
entstehen. Über der Hallenkonstruktion werden in Terrassenform drei
Geschosse errichtet. Das 2. Obergeschoss ist ca. 445 m² groß und soll
mit Gewerbe- und Wohnflächen gemischt genutzt werden. Für die oberen
zwei Geschosse mit 230 m² und 114 m² haben wir ausschließlich
Wohnnutzung vorgesehen. Bilder des Modells finden Sie auch auf
unserer Webseite (http://flurstueck277.de).

** AUSBLICK **
Natürlich sind damit noch längst nicht alle Fragen geklärt. Details der
Bauausführung, der Raumnutzung, der Finanzierung und der
Parkraumbewirtschaftung sind Punkte, mit denen wir uns in den kommenden
Wochen intensiv beschäftigen werden. Doch die Diskussion um die künftige
Nutzung und Bebauung des Flurstücks 277 kann beginnen (und wir sind
natürlich gespannt auf erste Details zu den Planungen einer Bebauung
durch die IHK). Wir werden in den kommenden Wochen mit den Fraktionen
des Freiburger Gemeinderats unser Anliegen diskutieren: ein
beteiligungsoffenes Mischkonzept aus (Sub-) Kultur, Wohnen, Kleingewebe
und zivilgesellschaftlichen Initiativen im Einklang mit dem umliegenden
Viertel, das uns dieses Zwischenergebnis erst ermöglicht hat. Dafür
möchten wir uns bei allen Unterstützer*innen, Spender*innen und bei
allen, die uns Rückmeldungen, Vorschläge, Anregungen und Kritik gegeben
haben, ganz herzlich bedanken.

Herzliche Grüße

Die Flurstück-Crew